Veranstaltung: 100 Jahre Novemberrevolution mit Egon Günther am Sonntag 2. Dezember um 20 Uhr im Hauscafe (Blaues Haus)

100 Jahre Novemberrevolution:

Cavalieri Erranti

Revolutionäre Deserteure aus Italien während des Großen Krieges und danach

Vor einhundert Jahren endete der Erste Weltkrieg und nach dem großen Massenmord entwickelten sich revolutionäre Bewegungen in Deutschland, Italien, Österreich und Ungarn. Sie wurden von konservativen, liberalen und sozialdemokratischen Regierungen bekämpft und im Bündnis mit Todesschwadronen und Freikorps niedergeschlagen. Damit begann der Aufstieg des Faschismus in Europa.

Auf einer Veranstaltung der Mittwochsdisko im Hauscafé (Blaues Haus) in Dießen am Sonntag, 2. Dezember, um 20 Uhr wird der Schriftsteller Egon Günther aus Riederau der Lebensgeschichte einiger italienischer Sozialisten und Anarchisten nachgehen, die an den Ereignissen beteiligt waren.

Sie hatten es nach dem Kriegseintritt Italiens vorgezogen zu emigrieren, statt in den Schützengräben zu verrecken. Vielen gingen in die Schweiz oder nach Ungarn und Deutschland. In ihren Gastländern waren diese Emigranten oft weiter politisch aktiv. Ihre Spuren finden sich bei der Besetzung des Vorwärts-Gebäudes im Januar 1919 in Berlin, im Schweizer Landesstreik und in den Kämpfen um die bairische und die ungarische Räterepublik im Frühjahr 1919.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein /Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern statt. Ein Flyer mit weiteren Informationen ist angehängt.