Aktuelles

Das nächste Treffen

unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 18. März, um 20 Uhr in dem Ladenlokal, Johannisstr. 17 in Dießen statt.

Tagesordnung:

1. Wir beschäftigen uns in Vorbereitung der Veranstaltung mit dem Thema 
*Feminismus* und zwar unter dem Aspekt, was bedeuten Patriarchat und Sexismus im Hier und Heute? Dazu gibt es im Anhang Material zur Vorbereitung.

Mit *Ökologie und Klimaschutz* machen wir dann am 1. April weiter*.*

2. *Organisatorisches*: Vorbereitung der Veranstaltungen zu Feminismus am 20. März und zum Klimaschutz im Mai.

Der Treffpunkt befindet sich in der Hauptstraße von Dießen, neben der alten Druckerei, den Huber-Häusern.

Wer bei uns mitmachen möchte, melde sich per E-Mail unter mittwochsdisko@gmx.de

Mittwochsdisko am Freitag den 20.März:

Patriarchat abgeschafft?

             Feminismus überflüssig?

Veranstaltung abgesagt wegen Corona-Virus!!

um 19 Uhr mit der Referentin und politischen Aktivistin
Manuela Schon Café im Blauen Haus, Prinz‐Ludwig‐Straße 23, 86911 Diessen
In Kooperation mit: der Rosa Luxemburg-Stiftung Bayern

 

Anspruch, Schein und Wirklichkeit 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts Politisches Personal und eigenes Konto
Kanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Anne Kramp‐Karrenbauer, EU‐Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und bei uns in Dießen vier Bürgermeisterkandidatinnen.
100 Jahre nach Einführung des Wahlrechts in Deutschland haben Frauen die höchsten politischen Ämter eingenommen. Sie dürfen ohne Erlaubnis des Ehemanns eine Arbeit annehmen und ein eigenes Konto eröffnen. Und seit 1996 ist auch die Vergewaltigung in der Ehe verboten. Vieles hat die Frauenbewegung trotz erbittertem Widerstand von Männern erreicht. Aber ist formale Gleichstellung vor dem Gesetz genug?
Soziale Ungleichheit und materielle Benachteiligung Selbst die in Deutschland geborene weiße Mittelstandsfrau merkt, dass ihr Gehalt bei
gleicher Qualifikation und Arbeitsleistung zum Teil bis zu 20 Prozent geringer ausfällt
als bei Männern; dass viele im Niedriglohnsektor und in der Teilzeitarbeit landen; dass die Altersversorgung wegen der „Fehljahre“ durch Kinderversorgung, Haushalt und Altenpflege in die Altersarmut führen wird. Besonders prekär wird es für Frauen, die auf die Sicherheit einer Ehe vertraut haben und sich alleinerziehend wiederfinden, im täglichen
Kampf um Existenzsicherung und bedroht durch die neue VaterRechtsbewegung.
Körperliche und sexuelle Gewalt Die Pornographisierung hat inzwischen die Schulhöfe erreicht und selbst Kinder sind
über Smartphones und Internet Hardcore‐Pornos ausgesetzt. Schätzungsweise eine Million Männer prostituieren hierzulande täglich Frauen, von denen mehr als 90 Prozent diese Tätigkeit nicht freiwillig verrichten. Frauen lassen ihre Körper oft dramatisch umoperieren
um Männern zu gefallen. Im Alltag werden Frauen immer noch gedemütigt,
geschlagen, misshandelt, vergewaltigt und umgebracht, in den meisten Fällen nicht von Fremden, sondern von Freunden, Verwandten, Ehemännern und Ex‐Geliebten.
Wozu noch Feminismus? Kapitalismus und Patriarchat prägen die Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Frauen werden nicht nur ausgebeutet beim Verkauf ihrer Ware Arbeitskraft, sondern auch der weibliche
Körper, in Sexualität und Fortpflanzung. Innerhalb dieses Systems sind Migrantinnen doppelt betroffen. Und es könnte noch schlimmer kommen, denn trotz Frontfrauen wie Marine Le Pen und Alice Weigel wollen Rechtskonservative und Neofaschisten die Frauen
zurück an den Herd schicken.

 

Mittwochsdisko am Freitag den 25.Oktober:  Commonismus statt Kapitalismus

Wie könnte ein selbstbestimmtes Leben jenseits von Konkurrenz, Profitlogik und Umweltzerstörung aussehen?

Vortrag imd Disku8ssion mit dem Soziologen Simon Sutterlütti am Freitag, 25. Oktober, um 19:30 Uhr im Ladenlokal, Johannisstraße 17, in Dießen.

Die Veranstaltung findt statt in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Bayern             Kurt Eisner Verein

Was haben Wikipedia, Linux, Freifunk, freie Radios, solidarische Landwirtschaft und das Mietshäuser-Syndikat gemeinsam? Sie alle basieren auf der Idee der sogenannten Commons, der gemeinsamen Nutzung von Gütern.

Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia hat längst den Brockhaus abgelöst. Das Mietshäuser-Syndikat ist eine kooperative Beteiligungsgesellschaft, zum Erwerb von Häusern, die dem Markt entzogen und in Gemeineigentum überführt werden, um langfristig günstigen Wohnraum zu sichern. Das Syndikat ist inzwischen an mehr als 130 Häuserprojekten in Deutschland beteiligt.

Solche Projekte fundieren Diskussionen über ein Leben jenseits von Konkurrenz und Profitmaximierung. Selbstorganisation und Basisdemokratie sind dabei zentrale Prinzipien. Zurückgegriffen wird auf eine jahrhundertelange Tradition der gemeinsamen Nutzung von Wiesen und Wäldern, den Commons, im deutschen Sprachraum als Allmende bezeichnet. Diese gemeinschaftlichen Nutzungen wurden erst durch den Kapitalismus zerschlagen.

In unserer Gesellschaft sind alle Beziehungen über den Markt vermittelt. Statt zu kooperieren, stehen wir alle in Konkurrenz zueinander. Lohnabhängige müssen ihre Arbeitskraft verkaufen, Unternehmer maximalen Gewinn erwirtschaften, um nicht ruiniert zu werden. Mit Egoismus und Gier hat das nichts zu tun, es ist ein struktureller Zwang, dem alle ausgesetzt sind. Eine stoffliche Folge ist die Zerstörung der Umwelt und der Klimawandel.

Der Soziologe Simon Sutterlütti und der Ingenieur Stefan Meretz haben dazu 2018 ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Commons-Debatte erweitern. Ihnen geht es nicht um einzelne Projekte, sondern um die Frage, wie eine hocharbeitsteilige, aber inklusive Commons-Gesellschaft aussehen könnte, eine Gesellschaft jenseits von Markt und Stadt, von Ausbeutung, Herrschaft und Umweltzerstörung, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“, wie Marx und Engels einst formulierten. Außerdem überlegen sie, wie wir eine solche Gesellschaft schaffen können, welche Strategien sinnvoll wären.

imon Sütterlütti wird das Konzept auf der Veranstaltung der Mittwochsdisko am Freitag, 25. Oktober, in Dießen vorstellen und mit uns diskutieren.

Literaturtipp: Simon Sutterlütti / Stefan Meretz, Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken, VSA-Verlag Hamburg 2018, 256 Seiten, 16,80 Euro

mehr Infos über Commons unter:

https://kulturladen.org/index.php/themen/commons/was-sind-commons

https://kulturladen.org/index.php/themen/commons/blogs-und-literatur

Veranstaltungshinweise und Termine:

Veranstaltungen und Termine in Dießen und Umgebung

Linker Kalender für München


 

 Flugblatt zum Thema AfD

Deutschland zuerst_AfD

FL_NovRevRevDes.pdf