Aktuelles

Das nächste Treffen

unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 7.Oktober, um 20 Uhr in dem Ladenlokal, Johannisstr. 17 in Dießen statt.

Tagesordnung:

1. allgemeiner Austausch
2. Klima-Veranstaltung am Freitag 23. Oktober: Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung.
3. Corona und die Folgen: wir diskutieren anhand eines Textes von Winfried Wolf .
4. nächster Termin und Thema

Der Treffpunkt befindet sich in der Hauptstraße von Dießen, neben der alten Druckerei, den Huber-Häusern.

Wer bei uns mitmachen möchte, melde sich per E-Mail unter mittwochsdisko@gmx.de

Mittwochsdisko am Freitag den 23. Oktober um 19:30 Uhr

Zu einer Diskussion über den Klimawandel, die Folgen und was wir
dagegen tun können, lädt die Mittwochsdisko ein:
Freitag 23. Oktober um 19.30 Uhr
Es sprechen Lukas Maggioni von Fridays for future München
und Johnny Parks von der Gruppe Ende Gelände München
Café im Blauen Haus, Prinz‐Ludwig‐Straße 23, 86911 Diessen
In Kooperation mit:Was tun? Welche Perspektiven hat der Klimaschutz?
Zehntausende von Wissenschaftler*innen sind überzeugt, dass uns nur noch wenige Jahre bleiben, um den Klimawandel abzubremsen. Andernfalls würde eine „Heißzeit“ die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, zerstören, fürchtet der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Die gewaltigen Feuersbrünste in Kalifornien und Australien geben
einen Vorgeschmack. Anfang September brach ein Eisberg mit einer Fläche von rund 113 Quadratkilometer, größer als ganz Paris, vom Nioghalvfjerdsfjorden ab, dem größten Gletscher Grönlands. Hierzulande gefährden Dürreperioden die Versorgung mit Trinkwasser und den Anbau von Nahrungsmitteln. Solche Warnungen sind nicht neu. Seit mehr als sechs Jahrzehnten weisen Umweltschützer*innen auf die ökologischen Zerstörungen hin, den Anstieg der Temperaturen, das Artensterben, das Abholzen der Regenwälder, die Ausbreitung von Wüsten, die Versauerung der Meere, die Vergiftung von Wasser und Luft. Getan hat sich grundsätzlich kaum etwas. Eigentlich müssen alle Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden, aber die Bundesregierung lässt den Unternehmen noch fast zwei Jahrzehnte Laufzeit und bezahlt ihnen vier Milliarden Entschädigung. Die EU‐Kommission redet von einem Green New Deal, der sich wie alle anderen Ankündigungen als warme Luft erweisen wird.
Vor zwei Jahren entstand die Bewegung Fridays for Future, getragen von Schüler*innen, die den Unterricht boykottieren, um Politiker*innen zum Handeln zu animieren. Ende Gelände ist ein europaweites und dezidiert linkes, antikapitalistisches Bündnis von Menschen und Gruppen, das seit 2015 mit Methoden des zivilen Ungehorsams dafür kämpft,
Kohlekraftwerke und Kohleabbau zu stoppen.
Ende Gelände hat dazu beigetragen, den Kohleabbau im Hambacher Forst zu beenden, Fridays for Future fand weltweit Beachtung. Greta Thunberg ist eine Symbolfigur geworden, die vor der UNO auftreten durfte. Fridays for Future fand weltweit Beachtung.
Aber was wurde effektiv erreicht? Stattdessen machen Politik und Wirtschaft weiter wie bisher mit mehr Autos, mehr Straßen, mehr Klamotten, mehr Fleisch, mehr Chemie, mehr von allem. Mehr Rohstoffe, Energie und Land werden verbraucht und mehr Kohlendioxid,
mehr Gift, Dreck und Müll bleiben zurück. Die Zerstörung der Öko‐Nischen des Menschen sowie vieler Tiere und Pflanzen geht weiter.
Warum ist das so? Was können wir in dieser Situation tun?
Welche Perspektiven haben Fridays for Future und Ende Gelände für den politischen Kampf? Darüber wollen wir an diesem Abend mit Vertreter*innen im Blauen Haus in Dießen diskutieren.
Filmtipp:
Der Dokumentarfilm Die rote Linie über den Widerstand im Hambacher Forst
läuft am Montag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr in der Reihe „Grünes Kino“
in der Kinowelt in Dießen.

Mittwochsdisko am Freitag den 20.März:

Patriarchat abgeschafft?

             Feminismus überflüssig?

Veranstaltung abgesagt wegen Corona-Virus!!

um 19 Uhr mit der Referentin und politischen Aktivistin
Manuela Schon Café im Blauen Haus, Prinz‐Ludwig‐Straße 23, 86911 Diessen
In Kooperation mit: der Rosa Luxemburg-Stiftung Bayern

 

Anspruch, Schein und Wirklichkeit 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts Politisches Personal und eigenes Konto
Kanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Anne Kramp‐Karrenbauer, EU‐Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und bei uns in Dießen vier Bürgermeisterkandidatinnen.
100 Jahre nach Einführung des Wahlrechts in Deutschland haben Frauen die höchsten politischen Ämter eingenommen. Sie dürfen ohne Erlaubnis des Ehemanns eine Arbeit annehmen und ein eigenes Konto eröffnen. Und seit 1996 ist auch die Vergewaltigung in der Ehe verboten. Vieles hat die Frauenbewegung trotz erbittertem Widerstand von Männern erreicht. Aber ist formale Gleichstellung vor dem Gesetz genug?
Soziale Ungleichheit und materielle Benachteiligung Selbst die in Deutschland geborene weiße Mittelstandsfrau merkt, dass ihr Gehalt bei
gleicher Qualifikation und Arbeitsleistung zum Teil bis zu 20 Prozent geringer ausfällt
als bei Männern; dass viele im Niedriglohnsektor und in der Teilzeitarbeit landen; dass die Altersversorgung wegen der „Fehljahre“ durch Kinderversorgung, Haushalt und Altenpflege in die Altersarmut führen wird. Besonders prekär wird es für Frauen, die auf die Sicherheit einer Ehe vertraut haben und sich alleinerziehend wiederfinden, im täglichen
Kampf um Existenzsicherung und bedroht durch die neue VaterRechtsbewegung.
Körperliche und sexuelle Gewalt Die Pornographisierung hat inzwischen die Schulhöfe erreicht und selbst Kinder sind
über Smartphones und Internet Hardcore‐Pornos ausgesetzt. Schätzungsweise eine Million Männer prostituieren hierzulande täglich Frauen, von denen mehr als 90 Prozent diese Tätigkeit nicht freiwillig verrichten. Frauen lassen ihre Körper oft dramatisch umoperieren
um Männern zu gefallen. Im Alltag werden Frauen immer noch gedemütigt,
geschlagen, misshandelt, vergewaltigt und umgebracht, in den meisten Fällen nicht von Fremden, sondern von Freunden, Verwandten, Ehemännern und Ex‐Geliebten.
Wozu noch Feminismus? Kapitalismus und Patriarchat prägen die Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Frauen werden nicht nur ausgebeutet beim Verkauf ihrer Ware Arbeitskraft, sondern auch der weibliche
Körper, in Sexualität und Fortpflanzung. Innerhalb dieses Systems sind Migrantinnen doppelt betroffen. Und es könnte noch schlimmer kommen, denn trotz Frontfrauen wie Marine Le Pen und Alice Weigel wollen Rechtskonservative und Neofaschisten die Frauen
zurück an den Herd schicken.

 

Mittwochsdisko am Freitag den 25.Oktober:  Commonismus statt Kapitalismus

Wie könnte ein selbstbestimmtes Leben jenseits von Konkurrenz, Profitlogik und Umweltzerstörung aussehen?

Vortrag imd Disku8ssion mit dem Soziologen Simon Sutterlütti am Freitag, 25. Oktober, um 19:30 Uhr im Ladenlokal, Johannisstraße 17, in Dießen.

Die Veranstaltung findt statt in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Bayern             Kurt Eisner Verein

Was haben Wikipedia, Linux, Freifunk, freie Radios, solidarische Landwirtschaft und das Mietshäuser-Syndikat gemeinsam? Sie alle basieren auf der Idee der sogenannten Commons, der gemeinsamen Nutzung von Gütern.

Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia hat längst den Brockhaus abgelöst. Das Mietshäuser-Syndikat ist eine kooperative Beteiligungsgesellschaft, zum Erwerb von Häusern, die dem Markt entzogen und in Gemeineigentum überführt werden, um langfristig günstigen Wohnraum zu sichern. Das Syndikat ist inzwischen an mehr als 130 Häuserprojekten in Deutschland beteiligt.

Solche Projekte fundieren Diskussionen über ein Leben jenseits von Konkurrenz und Profitmaximierung. Selbstorganisation und Basisdemokratie sind dabei zentrale Prinzipien. Zurückgegriffen wird auf eine jahrhundertelange Tradition der gemeinsamen Nutzung von Wiesen und Wäldern, den Commons, im deutschen Sprachraum als Allmende bezeichnet. Diese gemeinschaftlichen Nutzungen wurden erst durch den Kapitalismus zerschlagen.

In unserer Gesellschaft sind alle Beziehungen über den Markt vermittelt. Statt zu kooperieren, stehen wir alle in Konkurrenz zueinander. Lohnabhängige müssen ihre Arbeitskraft verkaufen, Unternehmer maximalen Gewinn erwirtschaften, um nicht ruiniert zu werden. Mit Egoismus und Gier hat das nichts zu tun, es ist ein struktureller Zwang, dem alle ausgesetzt sind. Eine stoffliche Folge ist die Zerstörung der Umwelt und der Klimawandel.

Der Soziologe Simon Sutterlütti und der Ingenieur Stefan Meretz haben dazu 2018 ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Commons-Debatte erweitern. Ihnen geht es nicht um einzelne Projekte, sondern um die Frage, wie eine hocharbeitsteilige, aber inklusive Commons-Gesellschaft aussehen könnte, eine Gesellschaft jenseits von Markt und Stadt, von Ausbeutung, Herrschaft und Umweltzerstörung, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“, wie Marx und Engels einst formulierten. Außerdem überlegen sie, wie wir eine solche Gesellschaft schaffen können, welche Strategien sinnvoll wären.

imon Sütterlütti wird das Konzept auf der Veranstaltung der Mittwochsdisko am Freitag, 25. Oktober, in Dießen vorstellen und mit uns diskutieren.

Literaturtipp: Simon Sutterlütti / Stefan Meretz, Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken, VSA-Verlag Hamburg 2018, 256 Seiten, 16,80 Euro

mehr Infos über Commons unter:

https://kulturladen.org/index.php/themen/commons/was-sind-commons

https://kulturladen.org/index.php/themen/commons/blogs-und-literatur

Veranstaltungshinweise und Termine:

Veranstaltungen und Termine in Dießen und Umgebung

Linker Kalender für München


 

 Flugblatt zum Thema AfD

Deutschland zuerst_AfD

FL_NovRevRevDes.pdf